Christopher Dittrich

Der Blog (fast) ohne P!

Die Bahn und das Buch

Erstellt von Chris am 2. September 2008

Heute war es nun soweit.

Als sich meine Zugfahrt-Gesellschaft wieder zu mir setze, diesmal gegenüber in einem 4er Sitz, nahm ich beiläufig ein Buch meiner Lieblingsreihe aus meiner Tasche und schob es über den Tisch zu - wie ich nachträglich herausfand - Christina.

Zuerst guckte sie etwas verdutzt, lächelte dann aber, sagte danke und nahm das Buch, um den kurzen Handlungsabriss auf der Rückseite zu lesen. Danach schlug sie den Roman auf und fing an zu lesen.

So saßen wir uns also schweigend gegenüber, jeder mit einem Buch bewaffnet und lasen, bis uns schließlich eine nette Robo-Stimme “nächster Halt Landau, Ausstieg in Fahrtrichtung rechts” mitteilte.

Ich knickte wie immer mangels Lesezeichen die Seite, die ich gerade las, um und steckte mein Buch weg.

Christinatat das Selbe, schob das Buch aber wieder über den Tisch zu mir.

Ich sah sie relativ verdattert an und sagte, sie könne das Buch mitnehmen, wir sähen uns ja so wie so wieder, und das ich übrigens Chris heiße und streckte ihr leicht grinsend meine Hand entgegen. Sie verriet mir darauf hin ihren Namen, steckte das Buch ein, und gab mir die Hand.

Als der Zug letzendlich hielt, standen wir auf und gingen zur Tür. Ich trällerte ein ‘Tschüss’, sie erwiderte ein ‘Ciao’, und ging auf das andere Ende des Bahnsteigs zu, ich ging zur Unterführung.
Mal sehen, ob aus der Lesegemeinschaft eine Quasselgemeinschaft wird, denn nett scheint sie ja zu sein, die gute Christina. Aber irgendwie erscheint mir diese ganze Sache immer noch recht unglaublich…

Tags:Christina, Höhlenwelt-Saga, Landau, Quasseln

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